TGA BIM-Planung
Technische Gebäudeausrüstung im digitalen Gebäudemodell
Wir planen die technische Gebäudeausrüstung modellbasiert nach der BIM-Methode (Building Information Modeling). Grundlage ist ein 3D-Fachmodell in Autodesk Revit MEP, das alle Gewerke der TGA zusammenführt: Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektrotechnik und MSR-Technik. Pläne, Schnitte und Bauteillisten entstehen aus einer gemeinsamen Datenquelle, abgestimmt mit Architektur und Tragwerk und über alle Leistungsphasen unserer TGA-Planung nachvollziehbar.
Auf einen Blick
- Planungssoftware: Autodesk Revit MEP
- Detaillierungsgrade: LOD 100 bis LOD 350, auf besonderen Wunsch LOD 400 und LOD 500
- Arbeitsgrundlage: BIM-Abwicklungsplan (BAP) auf Basis der Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA)
- Benannter BIM-Koordinator in jedem BIM-Projekt
- Modellübergabe: IFC nach buildingSMART-Standard, native RVT-Dateien nach Festlegung im BAP
- Bestandsaufnahme per 3D-Scan
Planung in Autodesk Revit MEP
Revit MEP ist bei uns das führende Planungswerkzeug für alle TGA-Gewerke. Leitungen, Kanäle, Anlagen und Bauteile werden parametrisch modelliert: Ändert sich die Planung, übernimmt das Modell die Änderung automatisch in alle Grundrisse, Schnitte und Bauteillisten. Das reduziert Übertragungsfehler, gerade zwischen Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung (Leistungsphasen 3 bis 5). Massen und Mengen ermitteln wir direkt aus dem Modell. Sie bilden die Grundlage für die Leistungsverzeichnisse (Leistungsphase 6) und eine belastbare Kostenkontrolle.
Detaillierungsgrade von LOD 100 bis LOD 350
Wie detailliert ein Modell sein muss, hängt vom Projekt und vom Verwendungszweck ab. Wir modellieren projektspezifisch in den Detaillierungsgraden LOD 100 bis LOD 350, von der ersten Konzeptstudie bis zur koordinierten Ausführungsplanung. Auf besonderen Wunsch erstellen wir auch Modelle in LOD 400 und LOD 500, bis hin zum As-built-Modell für den späteren Gebäudebetrieb. Neben der Geometrie stimmen wir den Informationsgehalt der Bauteile (LOI) ab, damit das Modell auch datenseitig zum Verwendungszweck passt. Die Zielstufen werden im BIM-Abwicklungsplan verbindlich festgelegt.
BIM-Abwicklungsplan (BAP) und AIA
Jedes BIM-Projekt braucht klare Regeln. Im BIM-Abwicklungsplan werden die Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) in konkrete Festlegungen übersetzt: Modellstruktur, Namenskonventionen, Detaillierungsgrade, Austauschformate, Prüf- und Freigabezyklen sowie die Zuständigkeiten aller Beteiligten. Liegt zu Projektbeginn noch kein BAP vor, wirken wir aktiv an seiner Erstellung mit.
BIM-Koordination und Kollisionsprüfung
In unseren BIM-Projekten ist ein BIM-Koordinator benannt. Er führt die Fachmodelle der TGA zusammen, prüft sie regelmäßig auf Kollisionen mit dem Architektur- und Tragwerksmodell und hält die Ergebnisse im Planungsteam nach. So werden Konflikte zwischen Trassen, Durchbrüchen und Tragwerk erkannt, bevor sie auf der Baustelle Zeit und Geld kosten. Für den BIM-Gesamtkoordinator oder BIM-Manager des Auftraggebers ist er fester Ansprechpartner.
Modellübergabe als IFC und RVT
Standardmäßig übergeben wir offene IFC-Modelle nach buildingSMART-Standard, die sich mit jeder gängigen BIM-Software weiterverarbeiten lassen. Die nativen Revit-Modelle im RVT-Format stellen wir ebenfalls zur Verfügung, wenn dies im BIM-Abwicklungsplan festgelegt ist, etwa zur Weiterverwendung in der Ausführung oder im späteren Gebäudebetrieb.
Bestandsaufnahme per 3D-Scan
Bei Sanierungen und Umbauten im Bestand erfassen wir Gebäude und vorhandene Technik per 3D-Scan. Die Scandaten bilden eine verlässliche Grundlage für die Planung im Bestand, auch dort, wo keine aktuellen Pläne vorliegen.
Ihr Vorteil
- Kollisionen werden im Modell erkannt, nicht auf der Baustelle
- Weniger Umplanungen und Nachträge
- Verlässliche Mengen und Kosten direkt aus dem Modell
- Nachvollziehbare Dokumentation für den späteren Gebäudebetrieb